Antrag der SPD Fraktion zur Aufstockung der Schulsozialarbeit an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule

Trotz engagierter Lehrerinnen und Lehrer besteht zunehmend Bedarf an professioneller Schulsozialarbeit. Die Schülerschaft hat sich verändert und ist u. a. durch Migration heterogener geworden. Bedingt durch einen Wandel sozialer Strukturen werden der Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule, die Begleitung, Förderung und Integration von Kindern und Jugendlichen zunehmend komplexer. Bildung darf sich nicht auf die Vermittlung von Wissen beschränken. Oft fehlt Lehrerinnen und Lehrern aber die Zeit, sich mit familiären Sorgen der Kinder, Problemen wie Ausgrenzung, Mobbing oder Traumatisierung durch Vertreibung und Flucht zu beschäftigen. Für soziale und individuelle Probleme sollte es daher an Schulen einen neutralen Ansprechpartner geben, der auf eigenen Wunsch aufgesucht werden kann und Vertraulichkeit zusichert. Schulsozialarbeiter/innen können zur Krisenbewältigung und einem guten Unterrichtsklima beitragen. Sie sollten aber auch die nötige Zeit haben, auf Sorgen und Nöte einzugehen. Frau Lürwer leistet als Sozialpädagogin seit Jahren sehr gute Arbeit an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Aber 20 Wochenstunden, die ihr bislang zur Verfügung stehen, sind gerade an der Hauptschule nicht ausreichend. Zumal zu den Aufgaben von Frau Lürwer auch Projektarbeit mit Klassen, sozialpädagogische Gruppenarbeit und offene Angebote für Schülerinnen und Schüler gehören.

Der niederschwellige Zugang zu Gesprächen, Beratung und Unterstützung, der durch eine Aufstockung der Schulsozialarbeit schneller möglich wäre, würde Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Erziehungsberechtigten bei akuten Konflikten und Lebenskrisen entlasten. Schulsozialarbeit unterstützt den Bildungsauftrag von Schule. Sie sollte ebenso wie Lehrerstellen durch das Land finanziert werden. Stehen aktuell auf Seiten des Landes keine Fördermittel zur Verfügung, sollte die Gemeinde aktiv werden.

Die SPD beantragt eine Aufstockung der Schulsozialarbeit an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule um zunächst eine halbe Stelle.

Monika Glaßner,
Fraktionsvorsitzende

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