Unsere Stellungnahme zur geplanten Demontage des Kriegerehrenmals

Das Kriegerehrenmal an der Hauptstraße ist ohne Zweifel sanierungsbedürftig. Darauf haben seit Jahren Heimatverein, Reservistenkameradschaft und SPD hingewiesen. Dass es aber eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt und demontiert werden muss, wie Bürgermeister Kellermeier mit Hinweis auf das Gutachten eines Statikers ultimativ fordert, darf bezweifelt werden. Nach Aussage des Steinmetzes, mit dem Ratsmitglieder der SPD
am Donnerstag das Denkmal in Augenschein genommen haben, sind die Säulen absolut tragfähig und stehen 1A im Lot. Die aufliegenden Blöcke zeigen weder durchgehende senkrechte Risse noch auseinanderklaffende Fugen. Es gibt aktuell keine akute Gefährdung, die den Abbau der Blöcke und eventuell der Säulen rechtfertigen würde.
Natürlich ist auch für uns der Sicherheitsaspekt vorrangig. Statt Steinblöcke und Säulen zu demontieren und einzulagern, was zu weiteren Schäden führen könnte, sollten die aufliegenden Blöcke vor Ort mit 14 Bleiklammern gesichert werden, ein traditionelles Verfahren, das u. a. beim Kölner Dom angewendet wurde.
Die Kosten für diese Maßnahme liegen bei ca. 3.000 €.
Eine Komplettsanierung des Ehrenmals – inklusive Reinigung und Verfüllung von Auswaschungen, Rissen und Fugen – würde eine Woche dauern und ca. 5.000 € kosten. Die Kranzniederlegung am Volkstrauertag wäre zeitlich ohne Bauzaun und in würdiger Umgebung möglich. Damit aber nicht wie vor Jahren ein Teilnehmer stürzt, sollten die Bodenplatten im Ehrenmal neu verlegt werden.
Unabhängig von den Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden, wünschen wir uns von der Verwaltung in Zukunft, dass wir nicht erst aus der IVZ erfahren, was in Recke geplant wird. Um uns selbst ein Urteil zu bilden, sollte das Gutachten des beauftragten Statikers den Mitgliedern des Rates zur Verfügung gestellt werden.

Für die SPD Fraktion im Rat
Monika Glaßner

Stand 08.11.2018: Nach weiteren Gesprächen mit der Gemeinde scheint ein Abbau des Kriegerehrenmals noch verhinderbar.

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